Feifi Zeig
Veit Stauffer
376 Seiten, 725 Abbildungen
26.5 × 19.5 cm
Edition Patrick Frey, 2025
5 Jahre dauerte die Arbeit an „Feifi Zeig“. Veit und ich trafen uns ab 2021 jede 2. Woche zur Durchsicht sämtlicher (!) Fotos aus Veits Kameras und einem grossen Teil des Fotoarchivs der Familie Stauffer. Ohne Druck und mit Zeit und Platz für Geschichten. So filterten wir die wichtigsten Performances und besten Bilder heraus. Höhepunkt dieser Phase war der Spaziergang von Höngg nach Seebach zum Haus, in dem die Stauffers wohnten: Schauplatz vieler Aktionen und Fotos im Buch.
Im Juni 2024 hatten wir das umfangreiche Material in ein Buch von 400 Seiten mit ca. 700 Abbildungen gepackt. Veits Elefantengedächtnis war dabei von unschätzbarem Wert. Seinen Anspruch an Genauigkeit und Vollständigkeit konterte ich mit Fragen nach Wirkung und Aussagekraft. Auch der Spagat zwischen Öffentlichkeit und Privatsache war stetiges Thema. Die Diversität des Materials verlangte nach einer ungezwungenen, fast rasterlosen Gestaltung und sollte ein Buch hervorbringen, das weich in der Hand liegt und sich in alle Richtungen fliessend durchsehen lässt.
„Feifi Zeig“ ist sowohl eine witzige, fotografische Biografie, als auch eine zeitlose Ideen-Sammlung. Eine Gebrauchsanweisung fürs Selbermachen.
„Jetzt, denn morgen ist es zu spät“. Diese Überschrift seiner jugendlichen Tagebuch-Einträge klingt wie eine düstere Vorahnung: kaum war eine erste, gültige Version des Buchs fertig, erkrankte Veit und nahm nach kurzem Kampf Platz am Tisch seiner vor ihm verstorbenen Helden und Inspiratorinnen.
Mit der editorischen Hilfe von Patrick und Tim Frey, der sorgfältig-herzlichen Weitsicht von Andrea Kempter und dem ermunternden Zuspruch von Veits Witwe Maria Gasche konnte ich das Projekt zu Ende führen. Veit lebt zwischen zwei Buchdeckeln weiter!